EU-Studie: Hohe Rate an Geschlechtskrankheiten in Ländern mit früher Sexualerziehung

20.01.2015

Laut einem Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC ) mit dem Titel „Sexuell übertragbare Erkrankungen in Europa: 1990-2009” (sexually-transmitted-infections-europe-surveillance-report-2012.pdf) hat sich die Ansteckung mit Chlamydien mehr als verdoppelt. Hauptbetroffene sind ausgerechnet junge Leute in Ländern, die schon früh Programme für eine frühe Sexualerziehung in den Schulen umgesetzt haben.

 

(SSF/ECDC/im.) Chla­my­di­en-In­fek­tio­nen be­tref­fen in 75 Pro­zent aller Fälle junge Men­schen im Alter zwi­schen 15 und 24 Jah­ren. Auch Sy­phi­lis-In­fek­tio­nen haben in Eu­ro­pa zu­ge­nom­men, wäh­rend an­de­re Ge­schlechts­krank­hei­ten wie Go­nor­r­hö oder Lym­pho­gra­nu­lo­ma ve­ne­re­um sta­tis­tisch leicht zu­rück­ge­hen. In ei­ni­gen Län­dern neh­men sie aber deut­lich zu. Der Di­rek­tor der ECDC, einer Agen­tur der Eu­ro­päi­schen Union, Marc Spren­ger, warnt: „In Wirk­lich­keit lie­gen die Zah­len si­cher für alle Pa­tho­lo­gi­en höher, weil nicht alle Fälle den Be­hör­den kor­rekt ge­mel­det wer­den und weil die asym­pto­ma­ti­schen In­fek­tio­nen selbst dann nicht er­fasst wer­den, wenn sie zur Epi­de­mie bei­tra­gen.“ Ab­ge­se­hen von Chla­my­di­en be­tref­fen diese Krank­hei­ten mit An­tei­len zwi­schen 25 und 98 Pro­zent über­durch­schnitt­lich männ­li­che Ho­mo­se­xu­el­le.


Haupt­be­trof­fe­ne: die nor­di­schen Län­der Eu­ro­pas

Eine star­ke Zu­nah­me von Ge­schlechts­krank­hei­ten er­le­ben aus­ge­rech­net jene Län­der, in denen eine in­ten­si­ve und frühe Schul­se­xu­al­er­zie­hung be­trie­ben wird und eine Viel­zahl staat­li­cher In­itia­ti­ven zur Vor­beu­gung von Ge­schlechts­krank­hei­ten an­ge­bo­ten wer­den. 88 Pro­zent aller se­xu­ell über­trag­ba­ren Ge­schlechts­krank­hei­ten in den un­ter­such­ten Staa­ten kon­zen­trie­ren sich auf die vier nord­eu­ro­päi­schen Staa­ten Schwe­den, Nor­we­gen, Gross­bri­tan­ni­en und Dä­ne­mark. Staa­ten, deren Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­en und Ge­sund­heits­be­hör­den den „Safer Sex“ zur öf­fent­li­chen Auf­ga­be ge­macht haben.

 

Laut dem ECDC-Be­richt kom­men zum Bei­spiel in Dä­ne­mark auf 100.000 Bür­ger 541 Fälle von Chla­my­di­en, wäh­rend im be­züg­lich Se­xu­al­er­zie­hung ‚rück­stän­di­gen‘ Ir­land nur 90 re­gis­triert wer­den. Und Gross­bri­tan­ni­en, steht trotz Schul­se­xu­al­er­zie­hung und staat­li­chen Se­xu­al­auf­klä­rungs­kam­pa­gnen an der Spit­ze der Staa­ten mit der höchs­ten Rate an Ge­schlechts­krank­hei­ten.

 

Zur ECDC-Studie

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