Sucht Schweiz warnt vor übermässigem Konsum von Energy Drinks

20.01.2015

Die Nachfrage nach Energy Drinks ist enorm: Alleine der Marktführer verkaufte in der Schweiz im 2013 120 Millionen Dosen, vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene. Die Getränke sind aber nicht unproblematisch, warnt die Stiftung Sucht Schweiz.

 

(SSF/Sucht Schweiz/ im.) En­er­gy Drinks ver­spre­chen Fun und Leis­tungs­fä­hig­keit. Doch was ist in die­sen Ge­trän­ken drin, was be­wir­ken sie? Das neue Facs­heet von Sucht Schweiz klärt dar­über auf. Haupt­be­stand­tei­le einer 250ml-Do­se sind Kof­fe­in (rund 80 mg, was un­ge­fähr zwei Tas­sen Es­pres­so ent­spricht), 25-30 Gramm Zu­cker (ent­spricht 6-9 Wür­feln), Tau­rin (das unter an­de­rem für die schnel­le­re Auf­nah­me des Zu­ckers sorgt) und Vit­amin B.

 

Das Such­tri­si­ko

Kri­tisch ist der über­mäs­si­ge Kon­sum. Zu viel Kof­fe­in (mehr als 400mg pro Tag) kann zu Schlaf­stö­run­gen, Angst­zu­stän­den und Herz­ra­sen füh­ren. Ins­be­son­de­re Ju­gend­li­che soll­ten am Tag nicht mehr als 100mg Kof­fe­in zu sich neh­men. Eine ein­zi­ge Dose „Mons­ter“ (500ml) ent­hält aber be­reits 160mg. "Das Ri­si­ko be­steht, dass sie als Auf­putsch­mit­tel einen fes­ten Platz im All­tag be­kom­men, so dass in Leis­tungs­si­tua­tio­nen „au­to­ma­tisch“ zu En­er­gy Drinks ge­grif­fen wird, weil es ohne ver­meint­lich nicht mehr geht", er­klärt Prä­ven­ti­ons­ex­per­tin Loui­sa Sayad von Sucht Schweiz. "Sie kön­nen je­doch weder ein Früh­stück er­set­zen noch ein Schlaf­man­ko be­he­ben."

 

Das Ge­sund­heits­ri­si­ko

Auf­fal­lend ist der hohe Zu­cker­ge­halt der En­er­gy Drinks. Das Bun­des­amt für Ge­sund­heit emp­fiehlt er­wach­se­nen Per­so­nen, nicht mehr als 50 Gramm Zu­cker pro Tag zu sich zu neh­men. Al­lei­ne mit dem Kon­sum von zwei Dosen En­er­gy Drinks wird diese Li­mi­te über­schrit­ten. Eine zu hohe Zu­cker­zu­fuhr kann zu Dia­be­tes und Über­ge­wicht füh­ren. Wie bei allen Süss­ge­trän­ken kann der Zu­cker schliess­lich bei den Zäh­nen Spu­ren hin­ter­las­sen. Die Drinks ent­hal­ten auch viel Säure, wel­che wie­der­um den Zahn­schmelz an­greift.

 

Das Miss­brauchs­ri­si­ko

Be­son­ders hei­kel ist die Mi­schung von En­er­gy Drinks mit Al­ko­hol: Der Zu­cker ka­schiert die Wir­kung des Al­ko­hols, was zu einem über­mäs­si­gen Al­ko­hol­kon­sum füh­ren kann. Gleich­zei­tig putscht das Kof­fe­in der En­er­gy Drinks auf und täuscht eben­falls über den Al­ko­hol hin­weg. Kon­zen­tra­ti­on und Re­ak­ti­on blei­ben auf der Stre­cke; die Ri­si­ko­be­reit­schaft steigt. Aus Prä­ven­ti­ons­sicht geht der Ent­scheid des Bun­des, seit Ja­nu­ar 2014 Misch­ge­trän­ke von Al­ko­hol und En­er­gy Drinks zum Ver­kauf zu­zu­las­sen, in die fal­sche Rich­tung, so Sucht Schweiz.

 

Das Facts­heet kann gra­tis her­un­ter­ge­la­den wer­den.

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