Sucht Schweiz: Tabak-Prävention braucht neuen Schub

27.05.2015

Am 31. Mai ist Welttag ohne Tabak der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Mit der überarbeiteten Tabak-Ausgabe aus der Reihe "Im Fokus" greift Sucht Schweiz die generellen Ziele des Welttags mit aktuellem Inhalt auf und detailliert die Schäden. Der Rückgang des Rauchens ist gebremst. Die Tabakprävention braucht somit neue Impulse, weshalb die Neuauflage des "Fokus" Präventionsaspekte ausführlicher darstellt.

 

(SSF/PD) Pünkt­lich zum Welt­tag ohne Tabak vom kom­men­den 31. Mai lan­ciert Sucht Schweiz die ak­tua­li­sier­te Pu­bli­ka­ti­on zum Thema Tabak aus der Reihe "Im Fokus". Sie bie­tet eine Rund­schau der zen­tra­len Fak­ten rund ums Rau­chen, der Pro­blem­last, Ri­si­ken und prä­ven­ti­ven Massnahmen.​Gebrems­ter Rück­gang

Der Rau­cher­an­teil in der Be­völ­ke­rung ab 15 Jah­ren sank bis 2013 auf 25 %, wobei sich der Rück­gang in den letz­ten Jah­ren deut­lich ver­lang­sam­te. Bei den 25- bis 34-Jäh­ri­gen ist der Rau­cher­an­teil mit 34 % am höchs­ten. Nach wie vor rau­chen mehr Män­ner als Frau­en; ins­ge­samt sind es 1,7 Mil­lio­nen Men­schen in der Schweiz – und noch mehr rau­chen pas­siv mit. Der Schutz vor dem Pas­siv­rau­chen er­weist sich als äus­serst wich­tig, braucht aber eben­falls neue Im­pul­se, denn seit 2011 scheint sich der Rauch wie­der leicht zu "ver­dich­ten". Nach wie vor gibt es auch gros­se Wi­der­stän­de, Orte mit gros­ser Pu­bli­kums­dich­te wie Bahn­hö­fe rauch­frei zu er­klä­ren. 

 

Um­fas­sen­de Prä­ven­ti­on re­du­ziert früh­zei­ti­ge To­des­fäl­le

Mar­ke­ting und leich­te Er­hält­lich­keit von Ta­bak­pro­duk­ten kur­beln den Kon­sum nach­weis­lich an. Für die Ri­si­ken zu sen­si­bi­li­sie­ren ist wich­tig, macht aber al­lei­ne noch keine wirk­sa­me Prä­ven­ti­on aus, er­klärt Sucht Schweiz. All­ge­mei­ne Ta­bak­wer­be­ver­bo­te, Preis­er­hö­hun­gen, Aus­deh­nung der rauch­frei­en Räume sowie ein breit an­ge­leg­tes An­ge­bot zur Rauch­ent­wöh­nung sind daher von der WHO-Ta­bak­kon­ven­ti­on (FCTC) an­er­kann­te und emp­foh­le­ne Mass­nah­men, die Sucht Schweiz um­fas­send un­ter­stützt. Ge­ra­de das ge­ne­rel­le Wer­be- und Spon­so­ring­ver­bot steht für Sucht Schweiz und wei­te­re Ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tio­nen bei der De­bat­te zum neuen Ta­bak­pro­duk­te­ge­setz im Zen­trum. Die Ge­set­zes­vor­la­ge ist für die Ta­bak­prä­ven­ti­on rich­tungs­wei­send. 


Al­lein in der Schweiz 25 Tote pro Tag wegen Ta­bak­kon­sum

Die WHO schätzt, dass das Rau­chen jähr­lich na­he­zu 6 Mil­lio­nen Men­schen­le­ben for­dert. Mehr als 80 % die­ser ver­meid­ba­ren To­des­fäl­le er­eig­nen sich in Län­dern mit tie­fen oder mitt­le­ren Ein­kom­men. In der Schweiz ist der Ta­bak­kon­sum für mehr als 25 To­des­fäl­le pro Tag ver­ant­wort­lich; das sind über 9000 im Jahr. Er ver­ur­sacht 15 Pro­zent aller (und aus­ser­dem die meis­ten ver­meid­ba­ren) To­des­fäl­le.

 

Mehr zum Thema und zum Welttag ohne Tabak

zur Publikation „Im Fokus – Tabak“

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